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Petersburger Flottentag 2019 mit Zwischenfällen

Von   /  29. Juli 2019  /  1 Kommentar

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eva.- Der diesjährige Flottentag ging wiederum mit viel Pomp über die Bühne. Der Präsident besuchte den Meeresgrund, Kronstadt und Petersburg. Ein Matrose wurde tot aufgefunden, und betrunkene Flotten-Veteranen prügelten sich auf dem Schlossplatz. Traditionsgemäss beendete ein grosses Feuerwerk den Festtag.

Präsident Putin nutzte den Flottentag für einen effektvollen Auftritt, indem er sich am Tag davor in einem Tauchboot in der Finnischen Bucht in die Tiefe von 50 Metern begab, wo am Wrack des im Zweiten Weltkrieg gesunkenen U-Boots „Sch-308- Semga“ („Lachs“) eine Gedenktafel angebracht wurde.

Tragischerweise wurde dieser Tauchgang schon in den Monaten davor von derselben geheimen Marine-Abteilung in Petersburg vorbereitet, aus der die Offiziere stammten, die am 1. Juli in der Barentsee vor Murmansk bei einem Feuer in einem Tauchboot erstickt waren.

Mehr als 40 Kriegsschiffe und Marineflieger

Am 28. Juli gab Putin auf einem Schiff vor der Marinebasis Kronstadt das Startzeichen zur Flottenparade, die ebenfalls in St. Petersburg auf der Newa vor sich ging. An ihr nahmen mehr als 40 Kriegschiffe, Boote und U-Boote der russischen Flotte, sowie rund 40 Flugzeuge und Hubschrauber der Marinefliegerei teil. Zu Gast waren ausserdem Kriegsschiffe aus Indien und China.

Danach wurden auf dem Schlossplatz Konzerte organisiert, wobei es zu einer Schlägerei zwischen zwei betrunkenen Marine-Veteranen und einem Besucher kam. Letzterer bespritzte seine Gegner mit einem Pfefferspray und traf dabei mehrere andere Personen in der Menge, die ärztlich behandelt werden mussten.

Am Samstag war im Hotel „Akyan“ im Petersburger Zentrum die Leiche eines Matrosen gefunden worden, der auf einem Raketen-Boot Dienst tat – laut Fontanka.ru wird von einem Suizid ausgegangen. Ansonsten verlief die Parade ohne Zwischenfälle, und am Sonntagabend beschloss das grosse traditionelle Feuerwerk über dem Newabecken den Flottentag.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Peter Zuberbühler sagt:

    Sehr geehrter Herr von Arb
    Da die Freundin unseres Sohnes aus Sankt Petersburg kommt, besuchten wir vom 2.7.19 – 8.7.19 diese Stadt. Dort durften wir auch die Eltern von Varvara kennen lernen. Was für eine wunderbare Stadt! Diese Tage werden wir nie vergessen. Den Sankt Petersburger Herold lese ich seit zwei Jahren. Ein ganz grosses Kompliment für Ihre Arbeit. Einfach SUPER! Unser Besuch war nicht der Letzte!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz.

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