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Flugärzte der Airline „Rossia“ stellten gefälschte Atteste aus

Von   /  5. September 2019  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Ärzte des medizinischen Zentrums der Fluggesellschaft „Rossia“ in Petersburg stellten laut der Internetzeitung Fontanka.ru dutzende gefälschte Tauglichkeitsatteste für kranke Piloten aus. Seit 2011 sollen in mindestens 25 Fällen gegen Bezahlung die Gesundheit von Piloten nachgewiesen worden sein, obwohl diese aus dem Dienst hätten ausscheiden müssen.

Die gesundheitlichen Mängel reichten von starker Sehschwäche bis hin zu Drogenkonsum. Mutmasslicher Empfänger der Schmiergelder war der Vorsitzende der flugärztlichen Kommission Viktor Jermakow. Drahtzieherin des gefährlichen Korruptionsschemas soll laut den Ermittlern die anerkannte Flugärztin Xenia Schunkowa gewesen sein. Sie hat fünf Universitätsabschlüsse und nahm als Expertin an zahlreichen Untersuchungen der russischen Kommission für zivile Flugunfälle (MAK) teil.

Die Fluggesellschaft liess auf die Vorwürfe verlauten, man habe mit den Behörden kooperiert, und die beiden Angeschuldigten arbeiteten nicht bei „Rossia“, obschon die journalistischen Recherchen das Gegenteil belegen. Schon vor Jahren wurde der Verdacht geäussert, dass zahlreiche russische Piloten mit gefälschten ärztlichen Flugattesten im Dienst seien.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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